Kurz darauf verschwand die Sonne hinter Wolken. Es regnete still und sanft; und als es aufhörte, kam; die Spinne hervor und streckte in der feuchten Luft vergnügt ihre acht Beine.

Und dann begab sie sich an die Arbeit.

Sie sahen alle, wie sie eine Menge ganz feiner Fäden auf einmal aus ihrem Hinterleib zog. Darauf begann sie, sie mit Kämmen, die sie an der Spitze ihrer Beine trug, zu ordnen; sie wand sie zusammen zu einem einzigen, dicken Faden und hängte den einen neben dem andern auf, überall da, wo ihr eine zu große Öffnung vorhanden zu sein schien, oder wo das Netz ihr zu schwach vorkam. Alle Fäden waren fettig und klebrig, so daß die Fliegen an ihnen hängenbleiben mußten. Im Laufe des Tages wurde das Netz fertig; und sie bewunderten es alle, so hübsch war es.

„Jetzt hab’ ich alles geordnet,“ verkündete die Spinne.

In diesem Augenblick kam ein Star und setzte sich auf die Spitze eines der langen Zweige.

„Ist hier nicht ein bißchen Eßbares?“ fragte er. „Ein paar Larven? Eine Spinne?“

Der Geißfuß und die Petersilie sagten nichts; fast wären sie vor Schreck darüber, ihren Logierbesuch zu verlieren, verwelkt. Die Maus machte sich der Sicherheit halber aus dem Staube; aber die Zweige der Baumstümpfe riefen eilig durcheinander, daß gerade eine wunderschöne, dicke Spinne gekommen sei, die in dieser Nacht ihr Netz, gesponnen hatte.

„Ich sehe keine,“ brummte der Star, und damit flog er weg.

Die Spinne hatte sich geschwind wie der Blitz an einem langen Faden zur Erde niedergelassen und lag da so still, als wäre sie tot. Jetzt kroch sie wieder hinauf, setzte sich mitten in ihr Netz und streckte alle ihre acht Beine aus.