„Ich glaube, das ist das Ratsamste für dich,“ sagte sie. „Sieh zu, daß du schleunigst fortkommst, oder ich werde ...“

Da ließ er sich im Nu an einem Faden hinab, während sie hinter ihm hereilte. Aber er entkam, und ein Weilchen darauf saß sie wieder in ihrem Gespinst und sah sauertöpfischer aus als je.

„So ein Frauenzimmer!“ sagte die Maus.

„Ja ... nicht wahr!“ höhnte die Spinne. Doch die Petersilie wollte einlenken:

„Man kann doch auch nicht den ersten besten nehmen.“

Und der Geißfuß tröstete: „Es war nur nicht der Rechte.“

Währenddessen lief der unglückliche Bewerber in der Hecke umher und erzählte den anderen Spinnenherren von der schönen, merkwürdigen Dame, die ihr Gespinst zwischen dem Geißfuß und der wilden Petersilie ausgespannt habe.

„Sie ist so groß,“ berichtete er und spreizte dabei seine Beine, soweit er konnte. „Ich habe nie in meinem Leben etwas so hübsches gesehen. Aber stolz ist sie ... unglaublich stolz. Mir ist so weh ums Herz, weil sie mir einen Korb gegeben hat, und das ist sicher mein Tod. So viel steht jedenfalls fest: ich heirate nie!“

Alle hörten ihn mit großen Augen an und wollten es noch einmal hören. Und es dauerte nicht lange, so erzählte man sich auf der ganzen Hecke von der stolzen und schönen Spinnenprinzessin. Sobald die Mannsleute mit ihrem Tagewerk fertig waren, kamen sie zusammen und sprachen von ihr. Alle wurden nach und nach von Liebe zu ihr ergriffen, so daß sie meinten, gar nicht ohne sie leben zu können.