„Ich habe sie nicht gezählt,“ erwiderte die Spinne. „Aber jetzt wird man mich wohl in Frieden lassen.“
„Du bist ein entsetzliches Frauenzimmer,“ sagte die Maus. „Ich prophezeie dir, daß du es erleben wirst, kinderlos in dein Grab zu gehen.“
Da machte die Spinne zum erstenmal ein nachdenkliches Gesicht.
„Es ist zu dumm, daß man die Kinder nicht bekommen kann, ohne einen Mann zu haben.“
„Jetzt schmilzt ihr hartes Herz,“ sagte die Maus.
Und die Petersilie und der Geißfuß riefen „Oh“ und „Ah“ vor Neugier.
Doch die Spinne zerstörte alle Hoffnungen. „Gefasel!“ sagte sie.
Aber sie sah noch immer nachdenklich aus, betrachtete ihre Kämme und bemerkte gar nicht, daß eine Fliege in ihr Netz flog. Kurz darauf sagte sie:
„Man müßte ja eigentlich doch dafür sorgen, ein paar tüchtige Spinnenmädel in die Welt zu setzen. Ich vermute, es ist meine Pflicht, Erben zu hinterlassen, denen ich meine Verachtung der elenden Mannsbilder vermachen kann.“
„Sie nimmt Vernunft an!“ flüsterte die Maus.