„Ich denke, ich komme keinem von euch ins Gehege,“ sagte er ruhig. „Von euch wagt es ja doch keiner. Und ich habe eben Lust, den Versuch zu machen. Ich bin da gewesen und habe sie mir angesehen; sie ist, weiß Gott, ein schönes Frauenzimmer. Hat sie zwölf Freier verworfen, so nimmt sie vielleicht den dreizehnten. Ich glaube auch, die anderen haben sich falsch benommen.“

„So, das glaubst du also?“ sagten die anderen und lachten weiter. „Und wie willst du dich denn benehmen?“

„Ihr könnt mitgehen und selbst sehen,“ erwiderte er. „Morgen halte ich um sie an.“

Und am nächsten Morgen tat er es wirklich.

Er kam auf seinen acht Beinen angekrabbelt, ganz ruhig und bedächtig. Ein Stück hinter ihm kam alles, was es an Spinnenmannsleuten auf der Hecke gab. Die langen Zweige auf den Baumstümpfen reckten den Hals, um ihn zu sehen, und die Petersilie und der Geißfuß breiteten ihre Blüten und Blätter aus, damit ihm das Gehen möglichst leicht fallen sollte. Die Maus stand vor Neugier auf den Hinterbeinen und stierte und lauschte.

Die Prinzessin selbst aber saß in ihrem Netze und tat so, als sähe sie ihn nicht.

„Erlauchte Prinzessin,“ begann er. „Ich komme, Sie zu fragen, ob Sie mich zum Manne nehmen wollen?“

„Das ist der dreizehnte,“ sagte sie.

Aber im stillen dachte sie, daß sie ihn besser leiden mochte als die andern. Sie hatten sie sämtlich zur Frau nehmen wollen ... der hier bat, ob sie ihn zum Manne nehmen wollte. Das klang bescheiden und hübsch.