„Gott steh uns bei!“ schrie die Maus. „Seinen eigenen, rechtmäßigen Mann zu fressen!“

Und der Geißfuß und die Petersilie riefen „Ach!“ und „Weh!“

An diesem Tage blieb es merkwürdig still auf der Hecke, und es wurde nicht lustiger an den folgenden Tagen.

Die Spinne gab acht auf ihr Netz und fing und fraß mehr Fliegen als je. Sie sagte kein Wort und sah dabei so grimmig aus den Augen, daß auch keiner ein Wort zu ihr zu sagen wagte. Die Spinnenherren hüteten sich wohl, ihr zu nahe zu kommen. Sie versammelten sich jeden Abend und sprachen davon.

„Ja, aber bekommen hat er sie doch,“ sagte derjenige von ihnen, der am schwärmerischsten veranlagt war.

Da fielen die anderen über ihn her und fragten ihn, ob er es denn für ein Glück halte, von seiner Frau am Hochzeitmorgen gefressen zu werden. Und darauf wußte er nichts zu antworten, denn seine Schwärmerei war nicht ganz echt.

Die Maus schlich ganz niedergeschlagen umher. Sie nahm sich die Geschichte so zu Herzen, als wäre sie in ihrer eigenen Familie passiert. Der Geißfuß und die wilde Petersilie ließen die Schirme hängen und fühlten sich verlegen und beschämt gegenüber den Zweigen auf den Stümpfen. Und so groß war die Niederlage, die sie erlitten hatten, daß es sogar den Zweigen unrecht schien, sie zu verhöhnen. — — —

Doch eines Tages, als die Sonne heiß herniederbrannte, beugte sich die Petersilie hinab an das Loch der Maus und flüsterte:

„Pst ... liebe Maus ...“

„Was gibt es?“ fragte die Maus und kam hervor.