Es sah schrecklich aus, aber die Neger freuten sich. Denn sie bauten kein Getreide und hatten kein Vieh mit Gras zu füttern, so daß sie keinen Schaden erlitten. Und dann glaubten sie auch, die Heuschrecken seien heilige Tiere, die Gott gesandt habe. Kein Neger trat mit Willen darauf. Aber trotzdem aßen sie sie. So ein Gericht gerösteter Heuschrecken war das Beste, was sie kannten.
Als nun die Jungen gefressen hatten, was zu fressen war, gerieten sie ganz außer sich.
„Futter! Futter! Futter!“ schrien sie, während ihnen der grüne Grassaft aus dem Halse lief. „Futter! Futter! Futter! Wir sterben vor Hunger.“
Und dann begannen sie zu wandern.
Einige von ihnen gingen nach Norden ... Das waren diejenigen, deren Mutter ihnen von dem grünen Land der Schwalbe ins Ohr geflüstert hatte. Und dann folgten die andern nach.
Sie gingen in langen, endlosen Reihen; und die Reihen folgten einander so dicht, daß die hintersten den Vordersten auf die Fersen traten; und es waren so viele Reihen, daß niemand sie zählen konnte. Aus allen Richtungen kamen neue Scharen, die sich den Reihen anschlossen und mitmarschierten. Es war ein beständig wachsendes Heer von kleinen Soldaten, die das Land leerfraßen, wohin sie kamen.
Nichts konnte ihnen Einhalt gebieten.
Kamen sie an einen See, so marschierten sie frischweg ins Wasser hinaus, Reihe nach Reihe, bis der See von einem dicken Teppich toter Heuschreckenkinder bedeckt war, den die nächsten dann überschritten. Es machte nichts aus, wenn eine Million oder zwei oder zehn Millionen ertranken. Es waren genug übrig. Und jeder Tag brachte neue, zahllose Scharen.