„Sie traten auf die Heuschrecken, die unter ihren Füßen knirschten, aber immer mehr fielen hernieder — ein endloser Sturzregen.“
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GRÖSSERES BILD
Und mitten in all dem leben die Menschen, von der Sonne gebräunt, zufrieden mit ihrem Lose und Frieden miteinander bewahrend.
In einem Dorfe dieses Landes waren eines Sonntags die Leute vor einem Gehöft versammelt, in dem eine Hochzeit gefeiert wurde.
Alle waren seelenvergnügt, und die Munterkeit sollte gegen Abend noch größer werden, da auf dem Rasen getanzt werden sollte. Die Mütter hatten ihre kleinen Kinder auf dem Arm, — alle wollten an der allgemeinen Freude teilnehmen. Die Musikanten stimmten ihre Instrumente; sie mußten aber noch ein wenig warten, denn ein alter Mann, der Älteste des Dorfs, hielt eine Ansprache an das Brautpaar. „Hier habt ihr’s besser als irgendwo anders in der Welt,“ schloß er. „Wenn ihr nur gut und fromm seid, so sorgt der liebe Gott für das übrige. Die Erde gibt euch eure Aussaat hundertfältig wieder; und nichts Böses bedroht die Menschen in unserm glücklichen Lande.“
Dann drückte er ihnen die Hände, und sie riefen alle Hurra. Auf einmal aber zeigte ein junger Mann nach dem südlichen Himmel und sagte:
„Seht ... seht ... die schwarze Wolke dort! Wir bekommen zur Nacht ein Gewitter.“
„Zu dieser Jahreszeit bekommen wir kein Gewitter,“ entgegnete der Alte. „Und seit hundert Jahren, solange ich lebe, hat uns der Wind, der heute weht, keinen Regen gebracht.“
„Was hat denn die Wolke zu bedeuten?“ fragte der Jüngere.