Da sahen alle nach der Wolke hin. Aber niemand konnte sagen, was sie bringen werde.
Sie war groß und dicker und schwerer, als Wolken gewöhnlich sind. Sie schwebte tief über der Erde, und es sah aus, als ob sie bis an den Rand des Himmels hinabreichte Und sie kam näher und wuchs und wuchs. Die sie betrachteten, meinten bereits, daß es um sie her finsterer werde.
„Was ist das? Was ist das?“
Sie scharten sich zusammen und starrten und fragten. Die kleinen Kinder schrien, und die Gesichter der Männer wurden ernst und die der Frauen ängstlich.
Vergebens forderte der Bräutigam seine Gäste auf, zu trinken und vergnügt zu sein. Vergebens begannen die Spielleute aufzuspielen. Bald verstummten sie, standen bei den andern, starrten nach der Wolke hin und wunderten sich, was es sein könnte. Mit der Festfreude war es vorbei. Niemand konnte sagen, wovor er Angst hatte; aber alle wurden von bösen Ahnungen befallen.
Und die Wolke wuchs und wuchs und senkte sich immer dichter über sie nieder. Jetzt trat sie vor die Sonne. Eine Finsternis befiel das Land, die Vögel im Walde verstummten, und die Menschen faßten einander voller Furcht bei den Händen.
„Still!“ sagte der Alte. „Hört ihr?“
„Wir Heuschrecken ... hopp, hopp, hopp ...
Kommen gesaust im Galopp, lopp, lopp ...
Gras und Strauch fressen wir,