Und dann kamen die Kostüm- und Maskenfeste. Auf einem solchen sollte der lange Lundh der „Letzte der Mohikaner“ sein. Er hatte sich zwei Pferdeschwänze gekauft und dachte, daß diese gemeinsam mit einer Schwimmhose und roter Farbe die Erscheinung, wie man zu sagen pflegt, „illusorisch“ machen würde. Ich sollte den Freundesdienst der Bemalung übernehmen. Es war Pastellmalerei.

Während dieser Arbeit vertraute mir der eingebildete Mensch an, daß die kleine Karin Bergöö ihn angesehen habe, mit Blicken ...

Ich war gerade mit seinem Rücken beschäftigt, so daß er meine Blicke nicht sehen konnte. Jetzt bemalte ich ihn nicht länger, sondern wechselte die Technik und zeichnete mit Kreide. Ich wählte die blauen, weil es die härtesten waren, und drückte sie erbarmungslos hinein in seine zarte Haut, aber dieser Teufel ertrug die Martern wie ein echter Indianer. Nun ja, wenn sein armer Leib auch litt, was war seine Pein gegen die Qual meiner Seele!

Immerhin muß dies meinem Wesen etwas, ich weiß nicht was, verliehen haben, wodurch die Sache ihrem Ziele näher gebracht wurde, denn gerade bei diesem Maskenfest bekam ich eine Ahnung davon, wer der rechte war.

Lundh war es jedenfalls durchaus nicht.

Als Karin mir einige Tage später (auf ihre niedliche Art) einen Antrag machte, gab ich ihr mein Jawort.

Und dann malten wir die „mère Morot“ zu gleicher Zeit.

Die Schuppen fielen mir von den Augen! Bis dahin hatte ich keine Form in mein sogenanntes Talent hineinbekommen, aber jetzt schuf ich, wie ich annehme, gleich ein kleines Meisterwerk.

Denn ich erhielt einen Preis für das Bild, ein Kaufangebot vom französischen Staat und durch Vermittelung meiner Freunde Birger und Pauli wurde es telegraphisch an Pontus Fürstenberg verkauft.