Das Ergebnis dieser Umgestaltung meiner Hütte ist es, welches ich Euch zeigen will. Euch, die Ihr zum Teil größere Landhäuser besitzen möget als ich. Zum Teil vielleicht auch nur Luftschlösser. Es geschieht nicht in eitler Absicht, zu zeigen, wie ich es habe, sondern weil ich meine, hierbei so verständig zuwege gegangen zu sein, daß es, wie ich glaube, als — soll ich riskieren, es geradeaus zu sagen? — Vorbild dienen könnte — (so, jetzt ist es raus!) für Viele, welche das Bedürfnis haben, ihr Heim in netter Weise einzurichten.

Hier ist es, ein Haus, welches nicht viele Taler wert war, und dessen Möbel noch wertloser waren. Die „Renovierung“ (klingt das nicht großartig?) wurde durch geradezu lebensgefährliche Hiebe auf das jährliche Einkommen — welches mitunter so, manchmal aber auch anders war — bestritten.

Und jetzt ist die Hütte fertig — glaube ich.

Wenn Du dieses Hauses Schwelle betrittst, bist Du bei glücklichen Menschen. Sonst ist nichts Merkwürdiges hier, außer der Hütte selbst.

Der liebe Gott hat mich in reichstem Maße mit den guten Gaben des irdischen Lebens gesegnet. Meine Frau ist sicher einer von seinen Engeln, der meinetwegen soweit irdisch wurde, als erforderlich ist, um einem einfachen Haushalt vorzustehen und dafür zu sorgen, daß die Kinder ordentlich und sauber sind.

Doch, wenn sie, Karin, in später Dämmerstunde in einer Ecke kauert, und kaum mehr von ihr zu erkennen ist als die runden, träumenden Augen, welche still, aber tiefernst zu mir herüberblicken, so voll von ewiger, unveränderlicher Liebe, da ... da stürze ich zu ihren Füßen, berge meinen häßlichen, kahlen Kopf in ihren Schoß und fühle, wie ich mit ihr fortschwebe, still und sanft, in reine Luftschichten, in Gefilde, wo nur Friede herrscht, wo das Grün im hellsten Schimmer steht, wo eine Silberflut durch die herrlichste Landschaft flieht, wo die Luft nicht durch die Sonne erwärmt und erleuchtet wird, sondern durch Gottes, des Vaters strahlendes Lächeln.

Karin.

Da wandern selige Geschöpfe in unschuldsvoller Nacktheit, schön und rein, wie die Blumen. Bei diesem oder jenem glaube ich irgend etwas wiederzufinden, irgend einen Zug, etwas, ich weiß nicht was, was ich glaube gesehen zu haben bei ... Ist es nicht? ... Ja ... nein .:: wie eigentümlich!

Die wunderbarsten Akkorde ertönen, die diese Gestalten bald zum Lächeln, bald zum Weinen bringen. Mitten in dieser Glückseligkeit sehen wir sie zu uns herabsinken und ihre Blicke fragen: „Woher? Daher? Wir waren so grenzenlos unglücklich dort, wo nur Haß und Bosheit regieren! Oder zehrende Langeweile! Und ihr, ihr lächelt das Lächeln der Seligen?“