17.
Germanicus, von Tiberius abgerufen und nach dem Orient gesandt, setzt in Armenien einen König ein, macht Kappadokien zur römischen Provinz, gerät in Syrien mit dem Statthalter L. Calpurnius Piso in Streit. Sein Tod im 34. Lebensjahr (19 in Antiochia an Gift?) in Rom sehr beklagt.
In Deutschland Krieg zwischen Armin und Marbod, letzterer aus seinem Reiche vertrieben, findet bei den Römern Aufnahme († zu Ravenna). Armin wird von seinen eigenen Verwandten, die ihn des Strebens nach der Königsherrschaft beschuldigen, 37 Jahre alt, getötet (21).
23.
L. Aelius Seianus, Befehlshaber der Prätorianer (S. 122), erhebt sich zum übermächtigen Günstling des alternden Kaisers, der 27 seinen Aufenthalt dauernd auf der Insel Capreae (Capri) nimmt. Sejan vergiftet Drusus, den einzigen Sohn des Kaisers, und bewirkt die Verbannung der Agrippina, Witwe des Germanicus.
31.
Sturz Sejans; nach ihm werden viele Senatoren als Teilnehmer an seiner Verschwörung hingerichtet. Macro, nunmehr Praefectus praetorio, bleibt von der Willkür des mißtrauischen Kaisers abhängig.
37–68.
Das Claudische Herrscherhaus, durch Adoption mit dem Julischen verbunden:
Tiberius Claudius Nero. Nero Claudius Drusus.
†37 n. Chr. †9 v. Chr.
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Drusus †23 Drusus Germanicus. Tib. Claudius Nero.
n. Chr. †19 n. Chr. †54.
Gem. Agrippina. |
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| | Octavia, Britanniens.
Agrippina d. j., Caligula.
| †41.
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L. Domitius (Nero)
†68.