37–41.

Caligula (Gaius Cäsar Germanicus),

der jüngste Sohn des Germanicus, von den Soldaten als Knabe Caligula (Stiefelchen) benannt, zeigt sich bald als grausamer (oderint, dum metuant!), jeder Schranke spottender Despot. Schwelgerei, Selbstvergötterung, unnütze Feldzüge nach der Rheingrenze und der gallischen Küste. Nach seiner Ermordung durch die Prätorianer wird von diesen zum Imperator ausgerufen sein Oheim

41–54.

Claudius (Tiberius Claudius Nero Germanicus),

jüngerer Bruder des Germanicus, ein wohlmeinender, aber schwacher Fürst, beherrscht von Günstlingen und von seinen Gemahlinnen: 1. der sittenlosen Messalina und, nachdem er diese (48) hat töten lassen, 2. der herrschsüchtigen Agrippina, Tochter des Germanicus.

43.

Beginn der Eroberung Britanniens unter dem Oberbefehl des A. Plautius (dessen Legat T. Flavius Vespasianus); der südliche Teil wird römische Provinz.

Unter Claudius’ Regierung werden außerdem folgende Provinzen eingerichtet: in Afrika Mauretania, im Orient Lycia und Thracia. Iudaea, von 40 vor Chr. bis 6 nach Chr. und dann wieder 41–44 nach Chr. abhängiges Königreich, wird wieder zur Provinz Syrien gezogen.

Agrippina überredet den Claudius, den L. Domitius, ihren Sohn aus früherer Ehe, zu adoptieren (bei der Adoption erhält er den Namen Nero) und zum Thronfolger zu ernennen an Stelle seines eigenen Sohnes Britannicus (von der Messalina), dessen Schwester Octavia zur Gemahlin Neros bestimmt wird. Als Neros Adoption den Kaiser gereut, vergiftet ihn Agrippina.