tritt eine große Anzahl von Gegenkaisern auf, während die Barbaren ihre Einfälle in das römische Gebiet fortsetzen. Längere Zeit behaupten sich Postumus in Gallien und Odaenathus (aus Palmȳra) in Syrien. Letzterer wird von Gallienus als Mitregent für den Orient anerkannt; nach seiner Ermordung (267) herrscht seine Gemahlin Zenobia in Palmȳra. Gallienus wird vor Mediolanum, wo er den Prätendenten Aureŏlus belagert, von Verschwörern ermordet. Diese erheben auf den Thron

268–270.

Claudius II.,

einen erfahrenen Feldherrn, der nach Hinrichtung des Aureolus die Alamannen am Gardasee, die Goten bei Naissus in Mösien (an der Morawa) besiegt. Ihm folgt

270–275.

Aurelianus, der Hersteller des Reiches (Restitutor orbis). Er schließt mit den Goten Frieden, indem er die Provinz Dacien aufgibt. Die Donau von jetzt ab Reichsgrenze; der größte Teil der römischen Kolonisten wird nach Mösien zurückversetzt. Aurelian vertreibt die abermals in Italien eingedrungenen Alamannen und Markomannen und beginnt zum Schutze Roms vor den Barbaren den Bau einer neuen Stadtmauer, welche die erweiterte Kaiserstadt umfaßt. Er unterwirft Syrien, belagert und zerstört Palmyra (273), nimmt Zenobia gefangen und erobert Ägypten wieder. Nachdem er so den Orient unterworfen, wendet er sich gegen Tetricus in Gallien, der, bei Châlons besiegt, sich ergibt. Nach kurzem Aufenthalt in Rom reist er wieder in die östlichen Provinzen, wird aber unweit Byzanz von Verschwörern ermordet. Auf Ansuchen des Heeres ernennt der Senat in Rom zum Augustus den 75jährigen Senator

275–276.

Tacitus,

der die Alanen und Goten, welche in Kleinasien eingefallen waren, schlägt, aber bald von den Soldaten ermordet wird.

276–282.