Probus
schlägt am Rhein die Franken und Alamannen, an der Donau die Burgunder, Vandalen und Goten zurück, stellt den Grenzwall (limes) zwischen Rhein und Donau wieder her, fördert den Weinbau in Gallien, am Rhein und an der Mosel, sichert auch Syrien und Mesopotamien gegen die Perser. Starke Ansiedelung von Barbaren in den Grenzgebieten des Reiches. Als er in Pannonien die Soldaten zu Kanal- und Wegebauten nötigt, wird er bei Sirmium von ihnen erschlagen,
282–284.
Carus
besiegt an der unteren Donau die Sarmaten und dringt, während der germanische Grenzwall mit den agri decumates an die Alamannen verloren geht, erfolgreich gegen die Perser vor, stirbt aber bald nach der Einnahme von Ktesiphon (vom Blitze erschlagen?). Das heimkehrende Heer wählt in Chalkēdon zum Kaiser den Feldherrn
284–305.
Diocletianus,
welcher dem römischen Reiche eine neue Verfassung gibt auf Grund der unbeschränkten Monarchie. Der Senat verliert allen Einfluß auf die Regierung, Rom nicht mehr Wohnsitz des Kaisers. Strenges Hofceremoniell nach orientalischer Art. Der Kaiser trägt das Diadem, läßt sich mit Dominus anreden. Neuordnung der Verwaltung, die Provinzen verkleinert und an Zahl vermehrt (101 Provinzen, in 12 Diöcesen geordnet; auch Italien in Provinzen geteilt). Steigender Abgabendruck. Zum Mitregenten (mit dem Titel Augustus) ernennt Diocletian, indem er sich außer der allgemeinen Oberleitung die Regierung des Ostens vorbehält (Residenz Nicomedia in Bithynien), seinen Waffengefährten Maximianus (Residenz Mediolanum, Mailand).
293.
Diocletian ernennt zwei Cäsaren: 1. Constantius Chlorus, der seine Gemahlin Helĕna, eine Christin, verstoßen und die Stieftochter Maximians heiraten muß; er erhält die Verwaltung von Gallien, Britannien und Spanien (Residenzen Augusta Treverorum (Trier) und Eburācum (York)), während Maximianus die Verwaltung von Italien und Afrika behält; 2. Galerius, welcher Diocletians Schwiegersohn wird und die Verwaltung von Illyricum (mit Makedonien und Griechenland, Residenz Sirmium a. d. Save) übernimmt.