Beginn der Völkerwanderung (s. S. 140). Nachdem Valens bei Adrianopel (378) gegen die Westgoten gefallen ist, erhebt Gratianus den Spanier
379–395.
Theodosius zum Mitregenten und übergibt ihm die Verwaltung des Ostens. Theodosius schreitet mit wachsender Entschiedenheit gegen das Heidentum ein. Gratian fällt 383 im Kampfe gegen den in Britannien von den Soldaten erhobenen Maximus; Theodosius erkennt diesen als Herrscher des Westens an, doch soll Italien dem Bruder Gratians, Valentinian II., verbleiben. Als Maximus dennoch in Italien eindringt, wird er 388 von den Truppen des Theodosius in Aquileia getötet. Gute Reichsverwaltung, glänzende Bauten in Konstantinopel. 381 Konzil zu Konstantinopel. Die athanasianische Lehre als allein berechtigt anerkannt.
390.
Aufstand in Thessalonike, von Theodosius grausam bestraft; 7000 Menschen im Cirkus getötet. Deshalb schließt der Bischof Ambrosius von Mailand den Kaiser von der christlichen Kommunion aus, bis er (8 Monate später) öffentlich Buße getan hat.
392.
Allgemeines Verbot der heidnischen Opfer, die sich auf dem Lande länger halten als in den Städten; die Heiden werden in dieser Zeit pagani genannt. Letzte Feier der Spiele zu Olympia (s. S. 30).
394.
Theodosius siegt bei Aquileia über den Franken Arbogast, der Valentinian II. gestürzt und getötet und einen Schattenkaiser ernannt hat. Das römische Reich nochmals vereinigt.
395.