Gründung zahlreicher Kolonieen auf Cypern, Rhodos, Kreta, Kythera, auf Inseln des Ägäischen Meeres, auf Sicilien, an der Nordküste von Afrika (Utica, Leptis), an der Südküste von Spanien (Gades). Weitere Handelsfahrten teils nach der Westküste Afrikas, teils nach Britannien und der deutschen Seeküste, wo sie u. a. den Bernstein fanden.
Um 1100.
Tyros gelangt an Stelle von Sidon zum Vorrang unter den phönikischen Seestädten.
Um 950.
Blüte von Tyros unter König Hirôm I., dem Freunde Salomos (S. 11). Neu-Tyros, auf einer Insel der Altstadt gegenüber gelegen, wird erweitert, befestigt und durch einen Damm mit dem Festlande verbunden. Später entstehen innere Zwistigkeiten; ein großer Teil der alten Geschlechter verläßt unter Führung der Königstochter Elissa die Stadt Tyros und gründet
v. Chr. Um 814.
Karthāgo, punisch Kartchadast (d. h. die neue Stadt), an der Meeresbucht zwischen dem Schönen und dem Hermäischen Vorgebirge, nicht weit von dem heutigen Tunis (Doppelhafen, Burg Byrsa). Die Gründerin Elissa wird später als Göttin Dido-Astarte (Beschützerin der Kolonisation) verehrt.
Verfassung Karthagos: Aristokratische Republik, die Herrschaft in der Hand der reichen Großkaufleute und Gewerbetreibenden, an der Spitze zwei jährlich erwählte Suffeten, d. h. Richter, auch Könige genannt, ein engerer und ein weiterer Senat; die Bürgerschaft hat das Wahlrecht und wird bei wichtigen Entscheidungen befragt.
Allmähliches Sinken der Städte des Mutterlandes; sie geraten unter die Botmäßigkeit der Assyrer, dann der Babylonier; nur Tyros erhält sich bis 573 frei. Währenddessen breiten sich die Griechen, welche schon früher (um 1000 v. Chr.) die Phöniker aus dem Ägäischen Meere verdrängt hatten, an den Küsten und Inseln des westlichen Mittelmeeres aus und bedrohen die phönikischen Niederlassungen mit Vernichtung.
Um 600.