Er regiert seit 737 ohne König, seine beiden Söhne Karlmann und Pippin setzen 743 wieder einen König (Childerich III.) ein. Karlmann tritt 747 von der Regierung zurück.

751–768.

Pippin, König der Franken,

nachdem Childerich III. unter Zustimmung des Papstes Zacharias durch die zu Soissons versammelten fränkischen Großen abgesetzt und in ein Kloster geschickt ist. Pippin wird auf den Schild erhoben, dann von den Bischöfen gesalbt. 753 Kriegszug gegen die Sachsen.

754.

Papst Stephan II., der als Schutzflehender erscheint, wiederholt zu St. Denys (bei Paris) die Salbung an Pippin und seinen Söhnen. Pippin zieht darauf nach Italien und drängt den Langobardenkönig Aistulf zurück, welcher Rom seinem Reiche einverleiben will. Pippin bestätigt den Papst in dem Besitz des Ducats von Rom (Kirchenstaat, S. 145) und erweitert ihn durch Schenkung des Exarchats Ravenna und der Pentapolis (Gebiet von Ancona und Rimini). Er beansprucht für sich und erhält vom Papst den Titel Patricius von Rom (S. 138, 143).

719–754.

Bonifatius, der Apostel der Deutschen.

Im inneren Deutschland hatten in der Merowingerzeit irische und fränkische Missionare, gestützt auf die aus römischer Zeit her bestehenden Bistümer in Basel, Konstanz, Straßburg, Augsburg, Mainz, Trier, Köln, an mehreren Orten Kirchen und Klöster gegründet: Columba und Gallus um 610 bei den Alamannen am Bodensee (Kloster St. Gallen), Pirmin (Kloster Reichenau), Emmeram in Regensburg, Kilian in Würzburg, Rupert in Salzburg u. a.

Bonifatius (sein ursprünglicher Name Winfried), ein Angelsachse aus Wessex, erhält 719 in Rom von Papst Gregor II. den Auftrag, in den noch heidnischen Gegenden Deutschlands das Christentum zu verkündigen. Er predigt zuerst in Gemeinschaft mit seinem Landsmann Wilibrord, dem Bischof von Utrecht, in Friesland, wendet sich dann nach Ostfranken, Thüringen, Hessen, Bayern. Bei Geismar in Hessen fällt er die Wodanseiche. Seit 722 Bischof, 732 Erzbischof ohne bestimmten Bischofsitz, bringt er alle neu gegründeten Bistümer (Salzburg, Regensburg, Freising, Passau, Würzburg, Eichstätt, Erfurt, letzteres bald zu Mainz gezogen) und Klöster (Fritzlar, Fulda, Ohrdruf) in strenge Abhängigkeit vom römischen Stuhle. Auch im westlichen Teile des Frankenreichs ordnet er die verfallenen kirchlichen Einrichtungen wieder. Er wird 748 Erzbischof von Mainz, 755 bei einer letzten Missionsreise von den heidnischen Friesen bei Dokkum erschlagen; begraben in Fulda.