Fünfter Kreuzzug. Jerusalem auf kurze Zeit wiedergewonnen.
Friedrich II., römischer Kaiser, wegen verzögerter Erfüllung seines Versprechens, einen Kreuzzug zu unternehmen, im päpstlichen Banne, fährt zur See nach Akkon, erhält von dem ägyptischen Sultan Elkâmil durch Vertrag Jerusalem (wo er sich krönt[31]) und Nazareth, sowie die Landstriche von da bis zur Küste, nebst Sidon.
1244.
Jerusalem durch die Chowaresmier (S. 195) im Dienste des Sultans von Ägypten erobert und den Christen auf immer verloren.
1248–1254.
Sechster Kreuzzug. Ohne Erfolg.
Ludwig IX., der Heilige, König von Frankreich, fährt zur See nach Cypern und verweilt dort den Winter. Um die Sarazenenherrschaft in ihrem Hauptsitze Ägypten zu vernichten, fährt er im Frühjahr 1249 nach Damiette und nimmt die Stadt ein. Auf dem Zuge nach Kairo wird Ludwig geschlagen, von Damiette abgeschnitten und mit dem ganzen französischen Heere gefangen (April 1250). Die Ausführung des Friedensvertrages, wonach der König gegen Räumung von Damiette und bedeutendes Lösegeld frei kommen soll, gefährdet vorübergehend der Sturz der Ejubiden (S. 175) durch die Mamelucken. Ludwig fährt nach Palästina, befestigt während eines fast vierjährigen Aufenthalts Akkon und andere Küstenstädte, kehrt 1254 nach Frankreich zurück.
1268.
Antiochīa von dem Sultan Bibars von Ägypten erobert.
1270.