1157.
Zug Friedrichs über die Oder nach Polen. Herzog Boleslav IV. unterwirft sich, räumt um 1163 seinen Neffen besondere Fürstentümer in Schlesien ein; seitdem deutsche Einwanderung in dieses Land.
Sept.
Reichstag zu Würzburg; es erscheinen Gesandtschaften aus dem byzantinischen Reich, aus England, Dänemark, Ungarn, Italien, Burgund. Auf dem Reichstage zu Besançon (Okt.) huldigen die burgundischen Großen. Der Kanzler des Kaisers, Graf Rainald von Dassel, tritt gegen den Kardinal Roland von Siena auf, welcher auf Grund eines päpstlichen Schreibens die Kaiserkrone für ein päpstliches Lehen (beneficium) erklärt.
1158.
Fürstentag zu Regensburg; Herzog Wladislav von Böhmen erhält von Friedrich die Königskrone.
1158–1162.
Zweiter Zug nach Italien. Die lombardischen Städte, auch Mailand, unterwerfen sich. Reichstag auf den Ronkalischen Feldern (bei Piacenza), die kaiserlichen Hoheitsrechte über die Städte in Oberitalien auf Grund des römischen Rechts festgestellt. Die Mailänder empören sich von neuem. Streit des Kaisers mit dem Papste über die kaiserlichen Rechte in Rom. Krieg gegen Mailand, das sich nach längerer Belagerung ergeben muß. Auf Befehl des Kaisers wird
1162.
Mailand zerstört durch die Einwohner der Nachbarstädte.