1159–1177.

Kirchenspaltung. Papst Alexander III. (Roland von Siena) von der Mehrzahl der Kardinale gewählt, Viktor IV. von der kaiserlich gesinnten Minderheit. Friedrich entscheidet auf dem Konzil zu Pavia (Rainald, Erzbischof von Köln) für Viktor. Alexander III., im Bunde mit den lombardischen Städten, spricht über den Kaiser den Bann aus, sieht sich aber genötigt, nach Frankreich zu entweichen.

1163.

Dritter Zug. Der Kaiser ohne Heer. Er bestätigt die Anordnungen seines Kanzlers Rainald. Bald neue Unruhen in Italien, Alexander III. kehrt nach Rom zurück.

1166–1168.

Vierter Zug. Paschalis III., Viktors Nachfolger, wird von Friedrich nach Rom geführt; Alexander entflieht nach Benevent, findet Schutz im Normannenreich (S. 171). Unterdessen stellen die Lombarden Mailand wieder her, erbauen Alessandria (dem Papste zu Ehren benannt) und besetzen die Alpenpässe. Der Kaiser, dessen Heer durch eine in Rom ausgebrochene Seuche fast aufgerieben war, entkommt nur mit Mühe nach Deutschland.

Fehde zwischen Heinrich dem Löwen, der seine Herzogsgewalt über Mecklenburg und Pommern ausgedehnt hat, und den ihm feindlichen Fürsten (den Erzbischöfen von Magdeburg und Bremen, Albrecht dem Bären, Otto von Meißen, Ludwig dem Eisernen von Thüringen u. a.). Der Kaiser schlichtet den Streit zu Gunsten Heinrichs des Löwen, bringt aber durch Vertrag mit dem kinderlosen Welf VI. die welfischen Stammgüter in Schwaben (Altorf und Ravensburg) an sich, um seine Hausmacht zu vermehren. Heinrich der Löwe unternimmt eine Wallfahrt nach Jerusalem (1172).

1174–1178.

Fünfter Zug Friedrichs nach Italien. Er belagert vergeblich das feste Alessandria. Heinrich der Löwe verweigert auf den Anruf des Kaisers die Heeresfolge (Zusammenkunft in Partenkirchen oder Chiavenna). Der Kaiser greift die Lombarden an, wird aber in der

1176.