Schlacht bei Legnano besiegt. Unterhandlungen und Waffenstillstand mit Alexander III. und den lombardischen Städten.

1177.

Aussöhnung zwischen Kaiser und Papst in Venedig. Alexander III. wird durch Erzbischof Christian von Mainz im Auftrage des Kaisers nach Rom zurückgeführt. Friedrich ordnet die Verhältnisse Italiens, empfängt 1178 in Arles die burgundische Krone, kehrt dann nach Deutschland zurück, um seinen Vetter Heinrich den Löwen zu demütigen.

1180.

Heinrich der Löwe geächtet und seiner Lehen verlustig erklärt, nachdem er auf viermalige Vorladung nicht erschienen ist. Friedrich zieht mit Heeresmacht gegen ihn, dringt 1181 durch Sachsen bis Lübeck vor und nimmt diese Stadt ein, darauf unterwirft sich Heinrich der Löwe zu Erfurt. Er behält seinen Allodialbesitz von mütterlicher Seite, Braunschweig und Lüneburg, muß aber auf drei Jahre in die Verbannung gehen, begibt sich nach England zu seinem Schwiegervater König Heinrich II.

Teilung des Herzogtums Sachsen. Westfalen kommt größtenteils an das Erzbistum Köln; die Grafen von Holstein, Schwerin, Oldenburg, Teklenburg u. a. werden reichsunmittelbar; ebenso die Stadt Lübeck, während Hamburg den Grafen von Holstein, Bremen seinem Erzbischof noch Untertan bleibt.[34]

Das östliche Sachsen (Wittenberg und Lauenburg) mit der Herzogswürde erhält Bernhard von Askanien, Sohn Albrechts des Bären; Bayern (ohne Steiermark, welches selbständiges Herzogtum wird, bald aber an Österreich kommt) erhält Otto von Wittelsbach († 1183).

1183.

Friede mit den lombardischen Städten zu Konstanz. Die meisten beanspruchten Rechte (namentlich freie Wahl der Stadtobrigkeit, Consules) werden ihnen gegen Anerkennung der Oberhoheit des deutschen Reiches zugestanden.

1184.