1226.
Der Kaiser bevollmächtigt den Deutschen Orden zur Eroberung Preußens (S. 178). Reichstag zu Cremona, Streitigkeiten mit den lombardischen Städten.
1227.
Das in Apulien versammelte Kreuzheer löst sich auf wegen Ausbruchs der Pest. Ludwig, Landgraf von Thüringen, Gemahl der heiligen Elisabeth, stirbt. Papst Gregor IX. (1227–41) spricht den Bann über den Kaiser aus.
1227.
Schlacht bei Bornhöved in Holstein. Waldemar II., der Sieger, besiegt von den Grafen von Holstein und Schwerin, Herzog Albert von Sachsen, dem Erzbischof von Bremen und den Bürgern von Lübeck und Hamburg. Das Land bis zur Eider für Deutschland gerettet.
1228–1229.
Kreuzzug Friedrichs II. (S. 177). Nach der Rückkehr vertreibt er die in sein italisches Reich eingedrungenen päpstlichen Truppen (Schlüsselsoldaten genannt).
1230.
Friede mit dem Papste zu San Germano, Aufhebung des Bannes. Gesetzgebung Friedrichs II. für das unteritalische Reich (Constitutio Monarchiae Siculae); geordnete Verwaltung und Rechtspflege; auf den Landtagen erscheinen neben dem Adel Vertreter der Städte; direkte und indirekte Steuern eingeführt; Beamtentum, Söldnerheer und Flotte geschaffen; staatliche Universität in Neapel gegründet.