1231.

In Deutschland wird die Landeshoheit der geistlichen und weltlichen Fürsten über ihre Gebiete befestigt durch die von Friedrich II. genehmigten Beschlüsse des Reichstags zu Worms.

1233.

Der Dominikaner Konrad von Marburg, Beichtvater der Landgräfin Elisabeth von Thüringen (1207–1231), welcher in Deutschland als Ketzerrichter auftrat, wird erschlagen; aber ein Kreuzheer besiegt und vernichtet 1234 die der Ketzerei beschuldigten Stedinger Bauern in Oldenburg.

1235.

Friedrich II. kommt wegen Empörung seines Sohnes Heinrich nach Deutschland, schickt ihn als Gefangenen nach Italien († 1242), erläßt auf dem Reichstag zu Mainz ein Landfriedensgesetz (erste Veröffentlichung eines Reichsgesetzes auch in deutscher Sprache) und verleiht dem Welfen Otto, Neffen Ottos IV., das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg.

1236.

Siegreicher Kampf Friedrichs gegen die lombardischen Städte, in welchen die Partei der Guelfen herrscht. Sein Verbündeter der grausame Ezzelino da Romano, Markgraf von Verona, an der Spitze der Ghibellinen. Der Kaiser zieht noch einmal nach Deutschland, um Herzog Friedrich den Streitbaren von Österreich wegen Empörung zu strafen und die Wahl seines zweiten Sohnes Konrad zum römischen König durchzusetzen.

1237.

Glänzender Sieg Friedrichs über die Lombarden bei Cortenuova. Seine zu weit gehenden Forderungen vereiteln jedoch die völlige Unterwerfung der Lombardei. Sein Sohn Enzio mit der Erbin von Sardinien vermählt, über das die Kurie die Lehnshoheit beanspruchte. Papst Gregor IX. beschuldigt ihn der Ketzerei und bannt ihn 1239 abermals. Er dringt 1240 vor bis in die Nähe Roms, wendet sich dann nach Ancona und belagert Faenza.