Friedrich stirbt zu Fiorentino (in Apulien) in den Armen seines Sohnes Manfred. Ihm folgt in Deutschland sein Sohn
1250–1254.
Konrad IV. (Gegenkönig Wilhelm von Holland), der aber schon 1251 nach Italien zieht, um gemeinsam mit Manfred um das unteritalische Erbreich zu kämpfen. Er erobert 1253 Neapel, stirbt aber im folgenden Jahre am Fieber.
1256.
Wilhelm von Holland fällt im Kampfe gegen die Friesen.
1256–1273.
Interregnum in Deutschland.
Graf Richard von Cornwallis, Bruder Heinrichs III. von England, Schwager Kaiser Friedrichs II., von einem Teil der Fürsten erwählt, in Aachen gekrönt, kommt nur am Rhein zur Anerkennung († 1272). Alfons X. von Kastilien, Enkel des Hohenstaufen Philipp von Schwaben, von andern Fürsten gewählt, kommt nie nach Deutschland.
Verfall des deutschen Reiches. Die Reichsgüter (S. 182) werden teils von den Fürsten in Besitz genommen, teils reichsfreier Besitz von Rittern, Städten und Klöstern. Fehden und Raubrittertum namentlich am Rhein und in Schwaben. 1254 Stiftung des rheinischen Bundes (ausgehend von den Städten Mainz und Worms; die Erzbischöfe von Mainz, Trier, Köln, mehrere Bischöfe, Grafen und Städte schließen sich an) zur Wahrung des Landfriedens und Beseitigung ungerechter Zölle.
Befestigung der Landeshoheit in den größeren fürstlichen Gebieten: die Wittelsbacher in Bayern und der Rheinpfalz (Residenz Heidelberg, S. 186), die Welfen in Braunschweig-Lüneburg (S. 188), die Askanier in Sachsen-Wittenberg und Sachsen-Lauenburg, Anhalt und Brandenburg (S. 180, 184), die Wettiner in Meißen und Thüringen (S. 188). In den östlichen Landschaften Fortschreiten der deutschen Kolonisation (S. 179).