1290.

Rudolf residiert zu Erfurt, schlichtet Streitigkeiten in Thüringen, läßt 29 Raubritter enthaupten und 66 Burgen brechen.

1291.

Rudolf † zu Speier. Zum Nachfolger wird nicht sein Sohn Albrecht gewählt, sondern auf Betreiben des Erzbischofs von Mainz, Gerhard v. Eppstein, ein mit diesem verwandter, minder mächtiger Graf,

1292–1298.

Adolf von Nassau. Dieser will den Streit zwischen Landgraf Albrecht dem Entarteten von Thüringen und seinen Söhnen Friedrich und Diezmann (S. 181) benutzen, um die Mark Meißen als erledigtes Reichslehen einzuziehen, wird aber, ehe er dies durchführen kann, durch eine von Erzbischof Gerhard v. Eppstein berufene Fürstenversammlung abgesetzt und fällt in der Schlacht bei Göllheim (am Donnersberge) im Kampfe gegen den nun zum Throne berufenen

1298–1308.

Albrecht I. von Österreich, Sohn Rudolfs I. Papst Bonifacius VIII. verweigert ihm die Anerkennung; Albrecht schließt ein Bündnis mit König Philipp IV. von Frankreich und demütigt die vier rheinischen Kurfürsten (Mainz, Trier, Köln, Pfalz), indem er 1301 zu Gunsten der Städte die willkürlichen Rheinzölle aufhebt.

1303.

Aussöhnung mit dem Papste, dessen Recht auf Bestätigung der deutschen Königswahl Albrecht anerkennt. Gleich darauf Sturz der päpstlichen Macht (S. 207), doch unternimmt Albrecht keinen Zug nach Italien, sondern versucht Böhmen für seine Hausmacht zu gewinnen. Das von ihm nach Meißen entsandte Heer wird 1307 von Friedrich und Diezmann bei Lucka unweit Altenburg geschlagen.