1460.

König Christian I. von Dänemark (aus dem Hause der Grafen von Oldenburg, Schwestersohn Adolfs VIII. von Holstein) wird von den Ständen von Schleswig-Holstein nach dem Aussterben des Schauenburgischen Hauses zum Herzog erwählt, nachdem er die Waldemarsche Konstitution beschworen hat. Personal-Union mit Dänemark bis 1863.

Als Unionskönig kann Christian I. die Herrschaft über Schweden gegen den dort erwählten Reichsvorsteher Sten Sture nicht behaupten, doch wird unter seinem Nachfolger Johann die Union der drei Reiche wieder hergestellt.

1500.

Schlacht bei Hemmingstedt; die Dithmarschen, wie die Stedinger (S. 188), eine Art Bauernrepublik unter dem Schutze des Stiftes Bremen, behaupten ihre Freiheit gegen das dänisch-holsteinische Adelsheer.

Rußland, nach dem Tode Wladimirs des Großen (S. 170) in mehrere Fürstentümer geteilt unter Oberhoheit des Großfürsten von Kiew, kommt 1237 unter die Herrschaft der Mongolen (S. 195). Der Chan der »Goldenen Horde« ernennt den Großfürsten und die Teilfürsten, empfängt von ihnen Tribut. Um 1330 wird Moskau Residenz des Großfürsten, als Kiew von den Litauern erobert worden ist.

1480.

Iwan III., der Große, Zar von Großrußland, Begründer der einheitlichen Monarchie, macht der Mongolenherrschaft ein Ende, nachdem er 1478 die mit der deutschen Hanse verbündete Republik Nowgorod unterworfen hat.

Polen, seit etwa 840 unter Fürsten aus dem Hause der Piasten, christlich seit 965, oft in Kampf mit dem deutschen Reiche, mit den heidnischen Preußen (später dem Deutschen Orden) und mit Rußland. An Stelle der Teilfürstentümer begründet Wladislaw Lokietek 1320 ein einheitliches Königtum, Residenz Krakau.

1333–1370.