1453.
Eroberung Konstantinopels.
29. Mai.
Tapfere Verteidigung durch den letzten Kaiser Konstantin XII. und den Genuesen Giustiniani. Griechische Gelehrte flüchten nach Italien (s. S. 211).
Athen wird 1456 von den Türken besetzt, die Halbinsel Morea 1460 verwüstet. In Albanien leistet Georg Castriota (Skanderbeg) tapferen Widerstand, † 1467. Bosnien und die Walachei werden 1462–1464 unterworfen, bald auch Albanien. Belgrad (S. 218) bleibt noch bis 1521 (s. unten) ungarische Grenzfeste.
1463–1479.
Seekrieg der Venetianer gegen die Türken; sie behalten Kandia, Korfu und mehrere Plätze in Morea, verpflichten sich aber zur Tributzahlung, um ihren Handel zu behalten.
1480.
Rhodus von den Johannitern rühmlich verteidigt. Sultan Bajazet II. überläßt 1489 den Venetianern die Insel Cypern (Katharina Cornaro, Gemahlin des letzten Fürsten aus dem Hause Lusignan, s. S. 175), vertreibt sie aber 1500 aus Morea. Kriegszug nach der Moldau 1497.
Sultan Selim I. unterwirft 1515–1517 Mesopotamien, Syrien und Ägypten. Die Ausbreitung der Türkenherrschaft versperrt die alten Handelswege nach Indien.