Ritterkrieg im Rheinlande. Franz von Sickingen an der Spitze eines Ritterbundes gegen die geistlichen Fürstentümer, belagert vergeblich Trier, wird in seiner Burg Landstuhl (bei Kaiserslautern) eingeschlossen und fällt. Sein Freund Ulrich von Hutten stirbt als Flüchtling auf der Insel Ufnau im Zürchersee.

1524–1525.

Bauernkrieg in Schwaben und Franken, begleitet von furchtbaren Greueln. Die 12 Artikel der Bauern fordern Wahl der Pfarrer durch die Gemeinde, Beschränkung der Abgabe des Zehnten auf den Kornzehnt, Aufhebung der Leibeigenschaft, Freiheit der Jagd und des Fischfanges u. a. Luther ermahnt anfangs zum Frieden, schreibt dann heftig »wider die mördischen und raubischen Bauern«. Die Aufständischen werden geschlagen (namentlich bei Königshofen a. d. Tauber) und blutig bestraft. — Die Wiedertäufer in Thüringen mit den Bauern verbündet; sie werden bei Frankenhausen geschlagen, ihr Führer Thomas Münzer mit 25 anderen Anführern in Mühlhausen in Thüringen hingerichtet.

1525.

Kurfürst Friedrich der Weise †. Ihm folgt sein Bruder Johann der Beständige (1525–1532). Reformation in Preußen. Hochmeister Albrecht von Brandenburg wird Herzog in Preußen unter polnischer Lehnshoheit.

Luthers Vermählung mit Katharina von Bora. Kirchenvisitation in Sachsen, Sorge für die Schulen, Katechismus 1529.

1521–1526.

Erster Krieg Karls V. gegen Franz I. von Frankreich. Karl erhebt Ansprüche auf Mailand und das Herzogtum Burgund (S. 206), Franz auf das spanische Navarra und auf Neapel (S. 235). Die Franzosen werden aus Mailand vertrieben, welches Franz Sforza (S. 210) 1522 erhält. Der französische Connétable Karl von Bourbon geht zu Karl V. über. Mißglückter Einfall der Franzosen in Italien (1523–1524, auf dem Rückzuge fällt Bayard, S. 235), darauf Einfall der Kaiserlichen in das südliche Frankreich. Franz I. geht über den Mont Cenis, nimmt Mailand wieder.

1525.

Schlacht bei Pavīa, Sieg der Spanier unter Pescara und der deutschen Landsknechte unter Georg von Frundsberg; Franz I. gefangen.