1526–1532.
Krieg mit den Türken. Sultan Soliman II., welcher 1522 die Johanniter (S. 219) aus Rhodus vertrieben hat, fällt in Ungarn ein; König Ludwig II. von Ungarn und Böhmen † in der Schlacht bei Mohacz (1526). Eine Partei des ungarischen Adels wählt Ferdinand, Karls Bruder, die andere Johann Zapolya von Siebenbürgen, zu dessen Schutze Soliman abermals erscheint, jedoch Wien vergeblich belagert (1529).
1530.
Karl V. in Bologna gekrönt; letzte Krönung eines deutschen Kaisers durch den Papst.
Glänzender Reichstag zu Augsburg unter persönlichem Vorsitz des Kaisers. Überreichung der von Melanchthon verfaßten Augsburgischen Konfession (Confessio Augustana). Der Reichsabschied gebietet die Aufhebung aller Neuerungen. Deshalb
Dez.
Schmalkaldischer Bund der meisten protestantischen Fürsten und Reichsstädte.
1531.
Treffen bei Kappel; die Züricher von den katholischen Waldkantonen geschlagen, Zwingli †, doch behauptet sich seine Lehre.
Karl V. läßt seinen Bruder Ferdinand in Köln zum römischen König wählen und in Aachen krönen. Der Kurfürst von Sachsen protestiert im Namen der Evangelischen dagegen. Infolge der von neuem drohenden Türkengefahr kommt zustande der