1532.

Religionsfriede zu Nürnberg. Den Protestanten wird bis zu einem allgemeinen Konzil freie Religionsübung zugestanden.

Soliman II. fällt verheerend in Ungarn ein. Heldenmütige Verteidigung von Güns. Ein großes Reichsheer sammelt sich bei Wien, Soliman geht zurück. Karl V. reist wieder nach Spanien.

1534–1535.

Unruhen der Wiedertäufer in Münster (Jan Matthys aus Harlem, dann Johann Bockelson aus Leyden, »König von Zion«).

1534.

Landgraf Philipp von Hessen führt den 1519 vom schwäbischen Bunde vertriebenen (lutherischen) Herzog Ulrich von Württemberg in sein Herzogtum zurück, mit welchem der Kaiser seinen Bruder Ferdinand belehnt hatte. Dieser verzichtet im Frieden zu Kadan auf den ferneren Besitz Württembergs, wird dafür von den Evangelischen als römischer König anerkannt. Landgraf Philipp leistet darauf dem Bischof von Münster Hilfe zur Unterwerfung der Stadt; Johann von Leyden nebst anderen Anführern grausam hingerichtet.

Württemberg, Pommern, Anhalt und mehrere Reichsstädte treten dem Schmalkaldischen Bunde bei (1536).

1535.

Karls V. Zug gegen Tunis (Seeräuber Chaireddin Barbarossa). Tunis erobert und alle Christensklaven befreit.