1708.
Sieg Marlboroughs und Prinz Eugens bei Oudenarde; Lille belagert und genommen. Strenger Winter in Frankreich.
Friedensverhandlungen. Die Verbündeten fordern Herausgabe der spanischen Monarchie an Erzherzog Karl von Österreich, der niederländischen Grenzfestungen an die Holländer, für das Deutsche Reich Wiederherstellung des im Westfälischen Frieden festgesetzten Besitzstandes. Dies alles wird von Ludwig XIV. bewilligt. Aber die Forderung, daß er seinen Enkel Philipp mit französischen Waffen aus Spanien vertreiben soll, bewirkt den Abbruch der Verhandlungen.
Fortgang des Krieges. Die Franzosen aufs neue gedemütigt durch den
1709.
Sieg Prinz Eugens und Marlboroughs bei Malplaquet. Neue Friedensanträge Ludwigs, der sogar Hilfsgelder gegen seinen Enkel zahlen will, während die Verbündeten verlangen, daß er ihn durch seine Heere vertreiben soll.
Der Fall des Whigministeriums in England (1710) und der Tod Kaiser Josephs I. (1711) ändern alle Verhältnisse zu Gunsten Ludwigs XIV. Marlborough abberufen; Erzherzog Karl verläßt Spanien, um die österreichischen Erblande zu übernehmen. England beginnt Friedensverhandlungen (S. 299).
1712.
Kongreß zu Utrecht. Der französische Feldherr Villars siegt bei Denain (an der Schelde) über einen Teil von Prinz Eugens Heer.
1713.