vereint die strenge Staatsordnung mit vielseitigen Kulturbestrebungen (S. Anhang): »Der König ist der erste Diener seines Staates« (Schrift Anti-Macchiavell). Kluge Fürsorge für sein Land und Heer, hohe Feldherrnbegabung und politisches Talent wirken zusammen zu großen Erfolgen.
1740. Okt.
Mit dem Tode Karls VI. erlischt der Mannesstamm des Hauses Habsburg. (Stammtafel S. 282). Die deutsche Kaiserwürde bleibt erledigt bis 1742.
1740–1780.
Maria Theresia, Königin von Böhmen und Ungarn, Erzherzogin von Österreich, geb. 1717, vermählt 1736 mit Franz Stephan aus dem Hause Lothringen, seit 1738 Großherzog von Toskana (Mitregent).
1740–1748.
Österreichischer Erbfolgekrieg. Auf das habsburgische Erbe erhebt Anspruch Kurfürst Karl Albert von Bayern, der die Pragmatische Sanktion nicht anerkannt hatte, als Nachkomme einer Tochter Kaiser Ferdinands I. auf Grund eines Testaments von 1547. Er wird unterstützt von Frankreich, welches auch Philipp V. von Spanien und Friedrich August II. von Sachsen (Gemahl der ältesten Tochter Josephs I., S. 278, 282) veranlaßt, Ansprüche zu erheben.
Friedrich II. von Preußen erbietet sich, gegen Anerkennung seiner Ansprüche auf Teile Schlesiens für Österreich zu kämpfen; durch die Zurückweisung seines Anerbietens entsteht noch vor Eröffnung der Feindseligkeiten durch die übrigen Prätendenten der
1740–1742.
Erste Schlesische Krieg.