Friedrich d. Gr., von den Plänen seiner Feinde unterrichtet, entschließt sich ihnen zuvorkommen und eröffnet den Krieg, ehe die Rüstungen der Gegner beendet sind.
1756.
(29. Aug.) Einfall Friedrichs in Sachsen mit 67000 Mann. Dresden besetzt, das sächsische Heer bei Pirna eingeschlossen. Friedrich zieht mit 24000 Mann den Österreichern entgegen und gewinnt den
1. Okt.
Sieg bei Lobositz (in Böhmen).
16. Okt.
17000 Sachsen ergeben sich als Kriegsgefangene und werden zum Dienst im preußischen Heere gezwungen. Kurfürst Friedrich August II. verläßt die Festung Königstein und entflieht nach Warschau (S. 279).
1757.
Erklärung des Reichskrieges an Preußen; doch bleiben Hannover, Hessen, Braunschweig, Sachsen-Gotha mit Preußen verbunden. Österreich und Rußland (Elisabeth, Tochter Peters d. Gr. 1741–1762) schließen einen. Angriffs- und Teilungsvertrag gegen Preußen (Febr.), ebenso Österreich und Frankreich (Mai). König Adolf Friedrich von Schweden (1751–1771, S. 294) tritt gegen das Versprechen, Pommern zu bekommen, dem Bunde gegen seinen Schwager Friedrich bei; seine Teilnahme am Kriege ist jedoch unbedeutend. Bündnis zwischen Preußen und England; letzteres verpflichtet sich 1758 zur Zahlung von Hilfsgeldern (4 Millionen Taler jährlich).
April.