Juni.
Slavenkongreß in Prag, von den Tschechen (Palacki) ausgeschrieben, um die Bestrebungen der slavischen Völker Österreichs gegen das Deutschtum zu vereinigen. Im Anschluß daran tschechische Erhebung in Prag, besiegt durch Fürst Windischgrätz.
31. Okt.
Einnahme des aufständischen Wien durch kaiserliche Truppen (Windischgrätz, Jellachich Ban von Kroatien). Robert Blum, Mitglied des Frankfurter Parlaments, und viele andere werden erschossen. Der Reichstag wird nach Kremsier verlegt. Fürst Felix Schwarzenberg übernimmt das Ministerium.
9. Nov.
Die preußische Nationalversammlung in Berlin wird auf Befehl des Königs (Ministerium Brandenburg-Manteuffel) vertagt und zum 27. Nov. nach Brandenburg berufen.
10. Nov.
General Wrangel rückt, ohne Widerstand zu finden, in Berlin ein. Erklärung des Belagerungszustandes, Entwaffnung der Bürgerwehr. — Da die Nationalversammlung in Brandenburg nicht in beschlußfähiger Zahl zusammenkommt, befiehlt der König
5. Dez.
Auflösung der Nationalversammlung und Verkündigung einer preußischen Verfassung, welche nach Beratung durch die neu zu wählenden Kammern in Gültigkeit treten soll.