Österreich stellt (1. Juni) die Entscheidung der schleswig-holsteinischen Erbfolgefrage dem Deutschen Bunde anheim und läßt durch den Gouverneur v. Gablenz die holsteinische Ständeversammlung einberufen. Preußen erklärt dies für einen Bruch des Gasteiner Vertrages; Gen. v. Manteuffel, Gouverneur von Schleswig, rückt mit Truppen in Holstein ein. Gablenz mit den österreichischen Truppen zieht sich unter Protest zurück.

10. Juni.

Preußen legt den deutschen Regierungen den Entwurf einer neuen bundesstaatlichen Verfassung unter preußischer Leitung mit Ausschluß Österreichs vor. Der Bundestag zu Frankfurt beschließt auf Österreichs Antrag

14. Juni.

Mobilmachung der gesamten Bundesarmee mit Ausnahme der drei preußischen Bundesarmeekorps. Austritt Preußens und Auflösung des Deutschen Bundes.

1866. 15. Juni.

Aufforderung Preußens an Sachsen, Hannover und Kurhessen, von dem Bundesbeschluß zurückzutreten, ihre Truppen auf Friedensfuß zu setzen und sich dem vorgeschlagenen neuen Bunde unter preußischer Leitung anzuschließen. Diese Aufforderung wird abgelehnt.

A. Östlicher (Haupt-) Kriegsschauplatz.
Preußen gegen Österreicher und Sachsen.

Preußen: Erste Armee (Prinz Friedrich Karl) i. d. Lausitz, 93000 M. Elbarmee (General Herwarth v. Bittenfeld) i. d. Provinz Sachsen, 46000 M. Erstes Reserve-Korps (General v. d. Mülbe) bei Berlin, 24000 M. Zweite Armee (Kronprinz Friedrich Wilhelm) in Schlesien, 115000 M.

Österreich: Nordarmee (Feldzeugmeister v. Benedek) in Böhmen und Mähren, 240000 M.