Sächsische Armee (Kronprinz Albert) 24000 M.

16. Juni.

Einmarsch der preußischen Elbarmee in Sachsen. König Johann begleitet seine Truppen nach Böhmen; nur die Festung Königstein bleibt von sächsischen Truppen besetzt.

19. Juni.

Die Elbarmee besetzt Dresden; bei ihrem weiteren Vormarsch bleibt die 1. Division des Korps v. d. Mülbe als Besatzung in Sachsen.

23. Juni.

Die preußische Elb- und die erste Armee überschreiten die österreichische Grenze ohne Gefecht, die zweite Armee folgt am 26. Juni; gemeinsames Ziel Gitschin.

Erstes Zusammentreffen an der Iser: Siegreiche Gefechte der Preußen am 26. Juni bei Podol (Teile der ersten Armee) und bei Hühnerwasser (Teile der Elbarmee); dann gewinnen beide Armeen Anschluß und sind bei Münchengrätz (28. Juni) und Gitschin (29. Juni) siegreich.

Das zur preußischen zweiten Armee gehörige Korps v. Bonin wird am 27. Juni von den Österreichern bei Trautenau geschlagen, aber die preußische Garde dringt siegreich vor bei Soor (28. Juni) und besetzt Königinhof (29. Juni). Vereinigung mit dem Korps des Generals von Steinmetz, welcher drei österreichische Korps bei Nachod (27. Juni), Skalitz (28. Juni), Schweinschädel (29. Juni) zurückgeschlagen hat.

König Wilhelm I. trifft am 1. Juli in Gitschin ein und übernimmt den Oberbefehl über alle preußischen Heere; Chef des Generalstabes General v. Moltke. Es wird beschlossen, mit vereinten Kräften die Österreicher anzugreifen, welche hinter dem Flüßchen Bistritz auf den Höhen von Chlum, im Rücken gedeckt durch die Festung Königgrätz, ihre Aufstellung genommen hatten (206000 Mann mit über 500 Geschützen).