1866. 16.–18. Juni.
Die preußische Westarmee besetzt Hannover und Kurhessen.
Abmarsch der hannoverschen Truppen über Göttingen nach Heiligenstadt zur Vereinigung mit den süddeutschen Bundeskorps, die aber nicht erreicht wird. König Georg V. begleitet sein Heer. Die Kurhessen gewinnen durch schleunigen Abmarsch Anschluß an die Süddeutschen, finden im Laufe des Feldzuges als Besatzung von Mainz Verwendung. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Hessen kommt als Gefangener nach Stettin.
1866. 27. Juni.
Gefecht bei Langensalza zwischen 20500 Hannoveranern und 8500 Preußen und Koburg-Gothaern (Gen. v. Flies). Die Preußen müssen sich nach 7stündigem, hartem Kampfe zurückziehen; aber durch schnelles Herbeiziehen von Verstärkungen (Generale v. Manteuffel und v. Beyer) wird der Zweck erreicht, der hannoverschen Armee den Weg zu ihren süddeutschen Verbündeten zu verlegen.
29. Juni.
Kapitulation von Laugensalza. Das Heer wird aufgelöst und entwaffnet (mit Ausnahme der Offiziere); König Georg V. begibt sich nach Österreich.
b) Preußen gegen die Süddeutschen.
Die preußische Mainarmee, bisher Westarmee (S. 377) 45000 M. Bei dem später eintreffenden Korps des Großherzogs Friedrich Franz von Mecklenburg-Schwerin die Truppen von Mecklenburg, Sachsen-Altenburg und Braunschweig.
Nach Langensalza erhält die Mainarmee den Auftrag, über Fulda auf Schweinfurt zu marschieren, um die Vereinigung der beiden süddeutschen Korps zu verhindern und zunächst die Bayern zu schlagen.