3. Okt.
Friede zu Wien zwischen Österreich und Italien. Venetien wird mit dem Königreich Italien vereinigt.
1866. 3. Sept.
Beilegung des Verfassungsstreits in Preußen (S. 372) durch ein vom Landtage angenommenes Indemnitätsgesetz wegen der seit 1862 ohne Staatshaushaltsgesetz geführten Verwaltung.
Der Norddeutsche Bund, gebildet von Preußen, den im Kriege mit ihm verbündet gewesenen Staaten, dem Königreich Sachsen und der nördlichen Hälfte des Großherzogtums Hessen. Erster Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867 in Berlin; die Verfassung wird vereinbart. Bundesleitung bei der Krone Preußen, welche den Bund völkerrechtlich vertritt, in seinem Namen Krieg erklärt, Frieden und Bündnisse schließt, Gesandte beglaubigt. Die Vertretung der Regierungen bildet der Bundesrat, in dem Preußen 17, die übrigen 21 Bundesglieder zusammen 26 Stimmen haben. Reichstag aus allgemeinen und direkten Wahlen. Einheitliches Heer unter dem Oberbefehl des Königs von Preußen (allgemeine Wehrpflicht), einheitliche Zoll-, Post- und Telegraphenverwaltung. Graf Bismarck Bundeskanzler.
1868.
Deutsches Zollparlament. Abgeordnete aus den süddeutschen Staaten erscheinen im norddeutschen Reichstag, um die durch Vertrag zwischen den Regierungen 1867 angebahnte Wiederherstellung des Zollvereins (S. 361) durchzuführen.
Die preußische Flotte (S. 361) wird zur norddeutschen Kriegsflotte; Kriegshäfen werden in Kiel und Wilhelmshaven angelegt. Bestand der Flotte 1870: 3 Panzerfregatten, 2 Panzerfahrzeuge, 9 Korvetten, 2 Avisos, 22 Kanonenboote.
1867.
Streit über Luxemburg. Napoleon III. unterhandelt, um für Frankreich doch eine Vergrößerung zu gewinnen (S. 379), mit dem König der Niederlande über Abtretung des Großherzogtums Luxemburg an Frankreich gegen eine Geldentschädigung und verlangt, daß die früher zum Deutschen Bunde (S. 341), nicht aber zu dem neuen Norddeutschen Bunde gehörende Festung Luxemburg von der preußischen Besatzung geräumt werde.