Prinz Friedrich Karl mit der II. Armee marschiert gegen die französische Loire-Armee, General v. Manteuffel mit einer neu eingeteilten I. Armee gegen die französische Nordarmee (S. 387).

a) Der Feldzug an der Loire und gegen Le Mans.

Okt.

Die Loire-Armee (etwa 30000 M. stark und noch nicht kriegsbereit) ergreift in den ersten Oktobertagen von Orléans aus die Offensive auf Paris. Gegen sie marschiert südlich von Paris General v. d. Tann mit dem I. bayrischen Korps und der 22. Division, drängt die Franzosen nach empfindlicher Niederlage bei Artenay (10. Okt.) zurück und besetzt Orléans (11. Okt.).

Nov.

Zweite Offensive der auf 200000 Mann verstärkten Loire-Armee, welche den General v. d. Tann bei Coulmiers (9. Nov.) zum Rückzug auf Artenay und zur Räumung von Orléans nötigt, v. d. Tann gewinnt (nicht verfolgt) Anschluß an den Großherzog von Mecklenburg, tritt in den Verband der diesem unterstellten Armee-Abteilung (50000 M.), welche die Einschließung von Paris gegen Westen und Süden sichern soll. Sie drängt zunächst ein von Westen her anrückendes französisches Korps in beschwerlichem Kleinkriege gegen Freischaren nach Le Mans zurück.

Inzwischen hat die Loire-Armee sich befestigte Stellungen nördlich von Orléans geschaffen; von deutscher Seite aber rückt Prinz Friedrich Karl heran, und der Großherzog von Mecklenburg kommt von Westen her zu gemeinsamem Angriff. Das erneute Vorrücken der Loire-Armee wird durch die

28. Nov.

Schlacht bei Beaune la Rolande (II. Armee) und die

2. Dez.