Um die Einschließung von Paris gegen Truppenansammlungen im Norden Frankreichs zu sichern, rückt die I. Armee, drei preußische Korps unter General v. Manteuffel, von Metz aus in nordwestlicher Richtung vor (S. 386). Sie schlägt die aus Marinetruppen und Mobilgarden gebildete französische Nordarmee in der

1870. 27. Nov.

Schlacht bei Amiens, nimmt diese Stadt ein und besetzt dann Rouen (5. Dez.); die dort auftretende französische Westarmee (S. 385) weicht ernsten Kämpfen aus. Die Nordarmee, von General Faidherbe wieder gesammelt und verstärkt, rückt wieder gegen Amiens vor.

23. u. 24. Dez.

Schlacht an der Hallue (Nebenfluß der Somme). Die Franzosen ziehen sich unter Mangel und Kälte auf Arras zurück. Die Deutschen belagern darauf die Festung Péronne; Faidherbes Versuch, diese zu entsetzen, wird vereitelt durch die Schlacht bei Bapaume (3. Jan. 1871); Péronne ergibt sich 9. Jan. Die bei Rouen verbliebenen Ostpreußen (I. A.-K.) zerstreuen eine Ansammlung der Westarmee durch das Gefecht bei Robert-le-Diable (4. Jan.).

Am 8. Jan. hat für den zum südöstlichen Kriegsschauplatz abberufenen Gen. v. Manteuffel Gen. v. Goeben den Oberbefehl übernommen. Der Plan der Franzosen, über St. Quentin und Reims auf Paris zu marschieren, wird rechtzeitig erkannt; sie werden durch das Gefecht bei Tertry-Poeuilly (18. Jan.) aufgehalten.

1871. 19. Jan.

Schlacht von St. Quentin, in welcher General v. Goeben die Nordarmee entscheidend schlägt. Die Nordfestungen verhindern ausgiebige Verfolgung.

c) Der Feldzug im Osten Frankreichs.

1870 (Okt.).