Fürstentümer Reuß, entstanden aus dem einst zu Thüringen gehörigen Besitz der Reichsvögte von Plauen, Weida und Gera. Teilung 1564, Hauptlinien Greiz und Gera. Erhebung in den Fürstenstand 1778 u. 1790. In Greiz (ä. L.) Fürst Heinrich XXIV. seit 1902, in Gera (j. L.) Fürst Heinrich XIV. seit 1867; Regent für beide Staaten Erbprinz Heinrich XXVII. (j. L.)

Fürstentümer Lippe, Grafschaft im alten Herzogtum Sachsen. Teilung 1603, Linien Detmold und Bückeburg; die letztere erbt 1640 die Grafschaft Schaumburg. Graf Wilhelm von Schaumburg-Lippe († 1777) Erbauer der Festung Wilhelmstein im Steinhuder Meer und Gründer einer berühmten Kriegsschule (s. S. 303). Erhebung in den Fürstenstand 1720 und 1807. In Lippe Fürst Leopold IV. aus der Biesterfelder Linie seit 1904; in Schaumburg-Lippe Fürst Adolf seit 1911.

Fürstentum Waldeck, Grafschaft im alten Herzogtum Sachsen. 1712 Fürstentum. Graf Georg Friedrich v. Waldeck († 1692), Staatsmann und Feldherr im Dienste des Großen Kurfürsten von Brandenburg. Durch Vertrag von 1868 ist die Verwaltung des Landes an Preußen übertragen. Seit 1893 Fürst Friedrich.

Die drei Hansestädte (S. 200 f.), seit 1630 nach dem Aufhören des Hansebundes besonders verbündet, 1815 als Freie Städte Mitglieder des Deutschen Bundes (vgl. S. 320).

Elsaß-Lothringen. Elsaß ein Teil des alten Herzogtums Schwaben; Straßburg 1205 freie Reichsstadt. Die österreichischen Besitzungen im Elsaß kommen 1648 an Frankreich, Straßburg 1681, die letzten noch deutschen Teile des Elsaß 1792. Das ganze Elsaß 1870 wieder gewonnen. Lothringen altes Herzogtum des deutschen Reiches, seit 1431 unter einer französischen Dynastie (S. 205); Metz seit dem 13. Jahrhundert freie Reichsstadt, 1552 von den Franzosen besetzt. Ganz Lothringen 1766 französisch (S. 279), der östliche Teil 1870 wieder gewonnen. Betreffs der Regierung des Landes s. S. 392, 397.

Namen- und Sachregister

B. = Bündnis.
Bl. = Belagerung.
Br. = Brandenburg.
D. = Deutschland.
Dn. = Dänemark,
E. = England.
Erzb.= Erzbischof, Erzbistum.
f. = folgende Seite.
F. = Friede.
Fr. = Frankreich.
Gr. = Große.
Grh. = Großherzog, Großherzogtum.
H. = Haus.
Hz. = Herzog, Herzogtum.
K. = König, Königin.
Kapit. = Kapitulation.
Kf.= Kurfürst, Kurfürstentum.
Kgr. = Königreich.
Ko. = Kongreß, Konferenz.
Konz. = Konzil.
Kr. = Krieg.
Ks. = Kaiser, Kaiserin.
Ö. = Österreich.
P. = Papst.
Pr. = Preußen.
R. = Rußland.
Rchst. = Reichstag.
S. = Schlacht.
Schw. = Schweden.
Sp. = Spanien.
St. = Stammtafel.
V. = Vertrag.
W. = Waffenstillstand.

Fussnoten

[1] Die Entzifferung der Hieroglyphen gelang zuerst dem französischen Gelehrten Champollion 1822 mit Hilfe des 1799 von Napoleons I. Soldaten bei Rosette aufgefundenen Steines, der eine Inschrift aus der Ptolemäerzeit in ägyptischer und griechischer Sprache enthält.