Syrien wird römische Provinz.
Das Reich der Parther, die unter den Arsakiden (250 vor Chr. bis 226 nach Chr.) alle Länder zwischen Euphrat und Indus erobern, bildet im Orient einen Damm erst gegen den Hellenismus, dann gegen die Römerherrschaft.
3. Die kleinasiatischen Länder.
a) Bithynien, das sich 298 von dem thrakischen Reich des Lysimachos losriß; Residenz Nikomedeia, gegründet um 264 von König Nikomedes I. Nikomedes III. setzt 74 die Römer zu Erben ein.
b) Das pergamenische Reich unter den Attaliden mit der Hauptstadt Pergămon in Mysien,[18] nach Lysimachos’ Tode 281 selbständig, aufblühend unter König Attălos I. († 197), der die Galater (s. u.) zurückschlug und die Bibliothek gründete, und seinem Sohne Eumenes II. († 159), dem treuen Bundesgenossen der Römer. Attalos III. setzt 133 die Römer zu Erben ein.
c) Die griechischen Seestädte, namentlich Sinōpe, Herakleia am Pontus, Lampsăkos, Smyrna, Ephesos, Rhodos.
d) Der Bundesstaat der Galăter, gegründet von gallischen Heerhaufen, welche 280 in Makedonien und Griechenland einbrachen, dann den Hellespont überschritten und sich in Phrygien niederließen; drei Stämme (Tolistobojer, Tektosagen, Trokmer) unter je 4 Tetrarchen; Hauptstädte Ankȳra (Angora) und Pessinūs.
e) Kappadokien, Pontus, Armenien, drei Königreiche unter einheimischen Dynastien, welche ebenso wie die Galăter nur zum Teil griechische Kultur annahmen.
4. Makedonien unter den Antigoniden.
Antigonos Gonātas (277–239) beruhigt das durch die Thronkämpfe und den Einfall der Gallier verwüstete Land, gibt die Ansprüche auf Herrschaft über Griechenland nicht auf. Sein zweiter Nachfolger Antigonos Doson (229–220) befestigt diese Herrschaft aufs neue (s. S. 68); Philipp V. (220–179) muß 197 darauf verzichten. Perseus (179–168) wird von den Römern entthront; 146 wird Makedonien römische Provinz.