491.
Cn. Marcius Coriolanus, der während einer Hungersnot vorschlägt, den Plebejern Getreide aus Staatsmitteln nur gegen Verzichtleistung auf das Tribunat zu bewilligen. Von den Tribunen vor die comitia tributa gefordert, erscheint Coriolan nicht, wird abwesend verbannt, geht zu den Volskern, führt sie gegen Rom, gibt aber auf das ernste Wort seiner Mutter Veturia und auf die Bitten seiner Gemahlin Volumnia den Kampf gegen die Vaterstadt auf.
486.
Spurius Cassius, zum dritten Male Konsul, beantragt das erste Ackergesetz (lex agraria): Verteilung von Gemeindeland an bedürftige Plebejer und latinische Bundesgenossen. Die Patrizier und die reichen Plebejer vereinigen sich gegen ihn; er wird nach Ablauf seines Amtsjahres verurteilt und hingerichtet.
479.
Das Geschlecht der Fabier (gens Fabia), aus welchem mehrere Jahre nacheinander immer ein Konsul erwählt war, zerfällt mit den anderen patrizischen Geschlechtern; der Konsul Kaeso Fabius befürwortet die Ackerverteilung an die Plebejer. Auszug der Fabier mit ihren Klienten (zusammen 306), um den Krieg gegen die Etrusker zu führen; sie werden am Bache Cremĕra überfallen und fast sämtlich vernichtet.
471.
Die Plebejer erhalten durch den Gesetzvorschlag des Volkstribunen Volĕro Publilius das Recht, ihre Beamten fortan in den Tributkomitien zu wählen (lex Publilia: ut plebei magistratus tributis comitiis fierent).
462.
Antrag des Volkstribunen C. Terentilius Arsa auf Ernennung einer Kommission zur schriftlichen Aufzeichnung der Gesetze. Heftiger Widerstand der Patrizier. L. Quinctius Cincinnatus, 458 zum Dictator gewählt, befreit ein von den Äquern am Berge Algidus eingeschlossenes römisches Heer und zwingt die Feinde, unter dem Joch durchzugehen.