»Durch seine Engel!« fügte James seufzend hinzu, und setzte bei: »die herrliche Blüthe, die deine Brust schmückt, wie nennt man sie?«

»Die goldne Mondblüthe!« antwortete das Mädchen, und reichte sie ihm unbefangen hin: »wollt Ihr sie, Herr?«

James nahm die Blüthe zögernd. »Du giebst einen schönen Schmuck weg, mein Kind, der dich besser ziert, als selbst das glänzendgelbe Glaskorallenband um deinen Hals.«

»Das ist nicht Glas, Herr!« versetzte das Mädchen ernsthaft und unterrichtend: »das ist der Balsam, der aus einem Baume fließt, weit, weit von hier, den ich aber nicht zu nennen weiß.«

»Wolltest du mir wohl deinen Namen sagen?« fragte James weiter.

»Warum nicht, Herr? Ich heiße Ines. So bin ich getauft, und Vater Luis hat mich selbst getauft, damit ich zum lieben Herrn im Himmel komme.«

»Du Unschuldige! Wie alt bist du, gute Ines?«

»Seit ich hier bin, hat die Algarova zwölf Mal geblüht, und im Walde erinnere ich mich, sie drei Mal in der Blume gesehen zu haben.«

»Im Walde, Kind?«

»Ich bin darin geboren, Herr, ein wildes Kind, von Wilden.«