Er wendete sich rasch um, nach der Gegend zu, wo die Abiponer zu Gaule saßen, Vereira folgte, eine Thräne zerdrückend, seinem Beispiele, und ging zu seinen Leuten. »Lebt wohl, Vater Luis!« rief James; »eine Seelenmesse für die arme Lainez!« rief ihm Münzner nach. Ines kam hastig auf James zu, ängstliche Unruhe in den Blicken. —

»Wie, mein Herr und Freund?« sagte sie: »dort steht ein Pferd für Euch gezäumt. Zögert Ihr? Kommt!«

»Nein, mein gutes Kind!« antwortete James: »ich kann, ich darf nicht mit dir gehen.«

Alle Röthe trat von den Wangen des Mädchens zurück. »Nicht?« stammelte sie; »nicht? Jago! nicht mit mir?«

»Es würde mein Unglück sein, Ines! ich müßte darinnen vergehen!«

»Unglücklich sollt Ihr nicht sein, Herr, wo Ines glücklich ist. Nicht sterben, wo Ines lebt. Aber Ines wird arm sein, wird sterben, wo Ihr nicht seid.«

James schwieg erschüttert. Mit dem Weinen kämpfend, fuhr Ines fort: »sagt mir wenigstens, wo Ihr hinzieht. In jene blauen Berge? in die Gegend, wo das große Wasser sein soll?« James nickte. »Ich ziehe mit Euch, Jago!«

James erschrack. »Was willst du thun, Ines?« fragte er. »Welch ein Gedanke?«

»Höret, Jago. Mein Vater, der Capitan, ist aus dem Stamme der Ruhaker entsprungen, und hat sich die Mutter aus dem Stamme der Yaaukaniga geholt, und sie folgte ihm, Alles dahinten lassend.«