Ettore dachte nach.

»Man könnte die Besucher durch eine Barriere von den Bildern trennen, so daß sie sie nicht mit der Hand zu erreichen vermögen!«

Der Gedanke schien nicht schlecht, mußte aber doch wieder verworfen werden, weil auf diese Weise die kleinen Bilder von einer eingehenden Besichtigung ausgeschlossen waren.

»Oder man schließt die Galerie für den öffentlichen Besuch!« sagte Ettore und sah seine Frau von der Seite her beobachtend an. Dagegen wehrte sich aber Elisabeth lebhaft.

»Nein, das dürfen wir nicht tun. Die ›Dogaressa‹ gehört zu den größten Schätzen Venedigs, die dürfen wir nicht ohne weiteres der allgemeinen Bewunderung entziehen!«

»Hm, ja, der Einwand läßt sich wohl hören!«

Ettore sann wieder ein wenig nach:

»Aber das ginge vielleicht: wir bringen alle Bilder unter Glas! Da kann man dann die kleinen Bilder immer noch genau in der Nähe sehen, und doch ist jedes gegen alles geschützt, gegen Messer oder Säuren oder Faustschläge, und was man sonst an Scheußlichkeiten kennt, die gegen Bilder verübt werden! Meinst Du nicht auch, Lisa?«

»Ja, geschützt sind sie unter Glas wohl, aber es ist entsetzlich unkünstlerisch! Das Licht bricht sich im Glas und gibt falsche Reflexe, so daß man manche Bilder gar nicht ordentlich unterscheiden kann!«