»Mach' auf, Ettore, mach' auf! Wenn Du nicht gleich aufmachst, rufe ich Dienstboten herbei!«
Da öffnete sich die Tür zu einem kleinen Spalt und Ettore stand da, ein brennendes Licht in der hocherhobenen Hand, das Gesicht entstellt vor Zorn. Er fuhr seine Frau an:
»Willst Du wohl den Mund halten! Was hast Du hier noch zu tun? Es ist ein Uhr, geh in Dein Bett und schlaf Dich aus!«
»Ettore, um Himmels willen, was machst Du hier?«
Er drängte sie von dem Spalt zurück, wollte die Tür wieder schließen:
»Das geht Dich nichts an; hier bin ich der Herr, verstehst Du! Ich sage Dir jetzt im guten, geh in Dein Bett und schlafe! Wenn Du mir nicht folgst, ist's Deine Schuld, wenn –«
Sie sah ihn an, begriff, daß hier etwas Dunkles vorging. Sie sagte kurz:
»Laß mich hinein!«
»Nein, Du hast hier nichts zu schaffen!«