»Was macht Amerika?«
»Vederemo!«
»Ist die Geschichte noch nicht bald spruchreif!«
Der häßliche, blonde Fabbriani sah Ettore lauernd an. Ettore verstand, was der Blick sagen wollte, und entgegnete gelassen:
»Eine Verlobung ist kein Kinderspiel! So etwas muß man sich genau überlegen. Ich muß mir's nämlich genau überlegen!«
Er staunte selbst, daß er so unbefangen flunkern und die andern verblüffen konnte. Denn verblüfft waren sie ein paar Sekunden lang, wenn schon sie sich bei ruhiger Ueberlegung sagen mußten, daß die sogenannte Ueberlegung wohl mehr auf seiten Miß Mauds als auf der Priulis war. Sie neckten ihn noch, fragten ihn, was es denn angesichts von so viel Dollars noch zu überlegen gäbe, worauf er zuerst allerlei allgemeine Redensarten machte, um plötzlich ernst und ein wenig geheimnisvoll zu behaupten:
»Ich werd' Euch später sagen, warum mir heute Bedenken gekommen sind!«
Die andern lachten oder lächelten, und der blonde Fabbriani freute sich innerlich über die Niederlage, die er aus den umschreibenden Worten deutlich merkte; Priuli selbst aber hatte, er wußte nicht wieso, mit einemmal das Gefühl, als ob seine Worte nicht mehr bloß Ausrede und Erfindung seien, als ob sie vielmehr in irgendeinem Grunde wurzelten, so daß er selbst beinahe zu glauben begann, irgendeine schwerwiegende Ursache hätte seine Verlobung mit Miß Maud verzögert.
Nun waren sie wieder auf dem alten Lieblingsthema, der reichen Heirat, und sie erörterten abermals tiefsinnig, wie schwer es für sie sei, eine zu schließen.
Gaulo sagte: