Ettore, der ihre Worte für einen allerdings nicht ganz verständlichen Scherz hielt, lächelte verbindlich und entgegnete nichts. Sie aber fragte zum zweitenmal, schärfer als vorhin:

»Hören Sie, Conte, ich beabsichtige, dies Bild zu erwerben. Machen Sie mir Ihren Preis!«

Nun merkte Ettore, daß es ihr ernst war, und er beeilte sich, zu erwidern:

»Das Bild ist unverkäuflich!«

»Wieso unverkäuflich? Sie haben ja noch gar kein Gebot getan!«

»Es ist unverkäuflich!«

»Lächerlich, nichts auf der Welt ist unverkäuflich! Hören Sie mich, Conte, und überlegen Sie meinen Vorschlag! Ich glaube, der höchste Preis, der bis jetzt für ein Bild, einen Rubens, gezahlt wurde, war in London 80 000 Pfund. Ich biete Ihnen für die ›Dogaressa‹ 2 Millionen Lire!«

Vor den Augen Ettores, der bis jetzt alles nur für Gerede und Spiel gehalten hatte, begann es zu flimmern. Er preßte die Hände zusammen wie ein Verzweifelter.

»Ich kann Ihnen das Bild nicht geben.«