»Emigranten, welche entweder auf der Ottawa oder St. Lawrence Straße nach Ober-Canada reisen, thun wohl, sich zu Montreal mit Mundvorräthen, als da sind Brod, Thee und Butter zu versorgen, indem sie diese Artikel, daselbst billiger und besser kaufen können als unterwegs, bis sie Kingston erreichen. Desgleichen mögen sie sich so sehr als möglich vor dem Genuß spirituöser Flüssigkeiten und dem Trinken kalten Fluß-Wassers oder dem Lagern auf den Fluß-Ufern, der feuchten Nachtluft ausgesetzt, hüten; es ist gut, wenn sie sogleich vom Dampfbote zu Montreal ihren Weg nach dem Eingang des Cannals oder Lachine nehmen, von wo aus täglich die Dampf- und Durham-Böte nach Prescott und Bytown abgehen. Die ganzen Unkosten für den Transport eines erwachsenen Emigranten von Quebec nach Toronto, und dem Ursprung des Sees Ontario auf Dampf- und Durham-Böten betragen nicht über 1 Pfd. Sterl. 1 Shl. — Kingston, Belleville, die Bai von Quinte hinauf, Cobourgh und Port Hope, im Newcastle Distrikt, Hamilton und Niagara am Ursprunge des Sees Ontario, sind bequeme Rastplätze für Familien, welche sich in Ober-Canada ankaufen wollen.

Unter den zur Förderung der Auswandrer zu Montreal gebildeten Gesellschaften herrscht große Eifersucht; daher der Emigrant wohl thut, etwas vorsichtig zu verfahren, ehe er hinsichtlich seines Transports nach Prescott oder Kingston abschließt, vorzüglich muß er diejenigen Personen vermeiden, die sich um die Dampfböte bei deren Ankunft zu Montreal drängen und ihre Dienste zur weiteren Beförderung der Passagiere u. s. w. anbieten. Eben so ist zu Prescott oder Kingston bei Auswahl eines regelmäßigen Transports, den See Ontario hinauf, einige Vorsicht nöthig. Vorzüglich rathe ich den Emigranten, welche sich in Ober-Canada niederlassen wollen, sich in Montreal nicht aufzuhalten und Geld für Logis wegzugeben, sondern gleich nach Ankunft des Dampfbootes nach Bytown oder Prescott aufzubrechen.

Tagelöhner oder Handwerker, die hinsichtlich ihres Lebensunterhaltes von sofortiger Anstellung abhängen, dürfen nicht säumen, gleich nach ihrer Ankunft ihren Weg in das Innere zu nehmen. Der Haupt-Agent pflegt diejenigen, welche über vier Tage nach ihrem Eintreffen an den Landungs-Plätzen umherzaudern, als jedes Anspruchs auf den Schutz der königlichen Agenten zu seiner Beförderung oder Anstellung ledig zu erachten, es müßte denn Krankheit oder eine andre genügende Ursache dieses Zögern nöthig machen.

Vergleichende Tabelle, die Anzahl von Auswandrern
betreffend, welche seit 1829
bis 1834 (einschließlich) zu Quebec
angelangt sind.

182918301831183218331834
England und
Wales
3,5656,79910,34317,4815,1986,799
Irland9,61418,30034,13328,20412,01319,206
Schottland2,6432,4505,3545,5004,1964,590
Hamburg und
Gibraltar
15
Neuschottland,
Neufundland,
West-Indien
u. s. w.
123451424546345339
Summa.15,94528,00050,25451,74621,75230,935

Die Gesammtzahl der zu Quebec seit 1829 bis 1834 angelangten Emigranten beläuft sich auf 198,632 Köpfe. Man wird bemerken, das die Anzahl in den Jahren 1831 und 1832 ihre Höhe erreicht hat, und dann (1833) wieder sehr tief gefallen ist.

Vertheilung der 30,935, im Jahr 1834 zu Quebec angelangten Emigranten: —

Unter-Canada.

Stadt und Distrikt Quebec1,500
Distrikt Three Rivers (drei Flüsse)350
Distrikt St. Francis und östliche Gemeinde-Bezirke640
Stadt und Distrikt Montreal1,200
Ottawa Distrikt400
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4,090